Gesellschaft
Philologisches für Feinschmecker
15. September 2011 – 17:12 | Autor: Christian Dries | Typ: Fundstücke
Schweinegrippe oder Scheingrippe? Ein Rückblick
27. April 2010 – 14:19 | Autor: Melody Limberg | Typ: Berichte
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Lärm kann krank machen. Das gilt nicht nur für die Ohren. Besonders Kopfarbeiter, die sich stark konzentrieren müssen, sind auf ein ruhiges Umfeld angewiesen. Leider stehen die Chancen dafür in unserer Wissensgesellschaft schlecht.
In der Randzone von São Paulo, der perferia, wird in kleinen Bars des abends Poesie zelebriert: Es wird gedichtet, gesungen, gerappt. Die Marginalisierten bekommen ein Podium, das weit über die Vororte hinauswirkt.
Die Sehnsucht nach dem unverstellten Ich-Ausdruck hat ein tückisches Janus-Gesicht. Für Redner, die besonders überzeugend sein wollen, entpuppt sie sich häufig als Stolperfalle. Denn wer mag sich schon genau so, wie er ist? Das Rollen-Verständnis guter Schauspieler kann weiterhelfen.
Der Philosophieprofessor Alfons Reckermann hat eine dreibändige Einführung in den Gedankenkosmos der Antike vorgelegt, die das Prädikat ‚Bildungsreise‘ verdient.
1964 trifft Joachim Fest Hannah Arendt in Baden-Baden zum Radiogespräch – über Adolf Eichmann, das Täterprofil des NS-Regimes und den „Satz vom Widerspruch im Moralischen“. Der Piper-Verlag hat daraus ein Buch gemacht, das wenig Neues bringt, die Forschergemeinde aber dennoch entzücken wird.
Kommilitonen werden „Mitschüler“ genannt, die Universität auch manchmal „Schule“: Das Durchschnittsalter in den Masterstudiengängen sinkt. Dass die Beschleunigung des Studiums ungute Folgen hat, zeigt sich inzwischen deutlich.
Kritik am sogenannten Reformprozess von Bologna ist allerorten zu vernehmen. Doch mit einer Reform der Reform ist es kaum getan. Der Philosoph Slavoj Žižek sieht viel tiefergehende Ursachen am Werk. Gerade die politische Linke sollte sich deren bewusst sein.
Das „Land der aufgehenden Sonne“ bleibt für den westlichen Beobachter auch heute undurchdringlich. Das englischsprachige Sachbuch „Shutting out the Sun“ nimmt sich mit den Hikkikomori – jugendlichen Einsiedlern – einem hierzulande weitgehend unbekannten Phänomen an.
Der Hamburger Felix Meiner-Verlag hat seine Enzyklopädie Philosophie inhaltlich und optisch gründlich überarbeitet und beweist damit verlegerischen Mut wider den digitalen Zeitgeist.
„Wie willkommen ist der Nachwuchs?“ fragte sich die Hamburger Körber-Stiftung und debattierte zwei Tage lang mit Wissenschaftspolitikern, Forschungsförderern und Betroffenen über Chancen junger Forscherinnen und Forscher. Die stehen, so das Ergebnis, gar nicht schlecht – vor allem für die Besten der Besten.
Seit Humboldt ist die deutsche Universität im Besitz der Professorenschaft. Ihre Fixierung auf Fachwissen erzeugt die Verschulung und Überfrachtung der BA-Studiengänge – nicht Bologna. Raum für Kreativität und problembasierte, aktivierende Projekte wäre die Lösung.
Als Gründungsmythos eignet sich der Raub der Europa nur bedingt, doch die Geschichte des nach ihr benannten Kontinents ist reich an Gewalterlebnissen – geteilte Erinnerung als Weg zu einem gemeinsamen europäischen Gedächtnis? Ein Kolloquium in der Werner Reimers Stiftung befasste sich mit der Zukunft Europas.
Cocaine is a central commodity of the neoliberal age; so, too, its re-processed form (“crack”) for the desperately poor. If we look at cocaine as a social hieroglyph we may glimpse some of the distinguishing features of the contemporary world.
In seinem jüngst auf Deutsch erschienenen Essay Von Menschen und anderen Tieren verabschiedet John Gray mit großer Geste die Moderne, liebäugelt mit dem Taoismus und empfiehlt seinen Lesern Zoobesuche.
Ein einfaches Niesen im Bus, in der U-Bahn oder im Supermarktgewimmel und schon gab es misstrauische Blicke zum Nachbarn, als nahe der Tod. War die Hysterie um die Schweinegrippe gefährlicher als diese selbst?