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Dezember 2007

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2. Dezember 2007 | Joachim Jachnow | 11:45

Afrikanische Biodiversität in Bonn

Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn präsentiert seit dem 22.11.2007 die Sonderausstellung “Afrikas Reichtum – Biodiversität erforschen, nutzen und erhalten”. Interaktive Medien und zahlreiche Objekte lassen laut Veranstalter den Besucher den Wert der biologischen Vielfalt erkennen und verstehen. Die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojekts BIOTA-Africa zeigten, “dass die Wissenschaft eine wichtige Grundlage ist, um gegenwärtig und in Zukunft Handlungsoptionen für den Erhalt der unentbehrlichen “Vielfalt des Lebens” zu entwickeln.”

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30. November 2007 | Joachim Jachnow | 00:12

Informationstag “Forschen in Europa” in Köln

Am 5. Dezember 2007 findet an der Universität zu Köln die Veranstaltung “Forschen in Europa” statt. Sie richtet sich an Nachwuchsforscher und Multiplikatoren aller Fachbereiche. Auf dem Informationstag werden Forschungs- und Förderorganisationen wie die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Deutsch-Israelische-Stiftung, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, das Human Frontier Science Program (HFSP), die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die VolkswagenStiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Stiftung der deutschen Wirtschaft sowie weitere ihre Angebote vorstellen. Die Teilnahme ist kostenlos. Zur Online-Anmeldung geht es hier.

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23. November 2007 | Joachim Jachnow | 09:42

Abrissreif

Die meisten Seminarräume, an die ich mich erinnere, atmeten nicht den Muff von tausend Jahren, allerdings den von wenigstens dreißig. Schon als Grundstudent lernte man, dass in diesem Land kein Geld mehr vorhanden ist, um seine Akademiker in menschenwürdigen Räumen unterzubringen. Verfallene Außenfassaden, bröckelnde sanitäre Anlagen und Assistenten, die sich ihr Büro zu zweit oder zu dritt teilen, sind nichts Außergewöhnliches.

Einst spiegelte sich das hohe gesellschaftliche Ansehen der Universität in ihren Bauten. Freiburg, Bonn, erst recht Berlin oder München zeugen heute noch durch ihre Schloss- bzw. schlossartigen Bauten von diesem längst vergangenen Geist. Lassen die heutigen Hochschulbauten und ihr erbarmungswürdiger Zustand umgekehrte Rückschlüsse zu? Dies steht zu befürchten.

Zugegebenermaßen geben sich nun seit der sogenannten “Exzellenz-Initiative” (in der Hoffnung auf ungekannte Geldsegen) einige Universitäten bauliche Mühen, auch ihr äußeres Erscheinungsbild aufzupolieren. Bislang sind das aber eher potemkinische Dörfer. Versammlungsräume für Studenten – an jeder britischen Universität eine Selbstverständlichkeit – gibt es in Deutschland nicht. Einen Salon für die Dozenten, in dem sie mal miteinander und nicht nur übereinander reden? Fehlanzeige. Der deutschen Universität fehlen Räume zur Kommunikation.

Daher ist es mehr als begrüßenswert, dass das Fraunhofer-Institut vom 27. – 28.11.2007 unter dem Titel Räume für Wissensarbeit – Zukunftsweisende Architektur für die Wissensgesellschaft in Dresden eine Konferenz ausrichtet, in deren Mittelpunkt solche und ähnliche Fragen stehen werden. Hoffentlich unter Teilnahme zahlreicher Rektoren, Hochschul- und Finanzpolitiker!

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20. November 2007 | Frank Berzbach | 16:42

Museum der Nachdenklichkeit

Wer schon immer einmal ins schönste Museum der Welt wollte, der kann jetzt in Köln aussteigen. Gemeint ist nicht der Kölner Dom (mit den schönsten Kirchenfenstern der Welt, Gerhard Richter sei Dank), sondern das einen Steinwurf weiter gelegene neue Dommuseum “Kolumba”. Der Architekt Peter Zumthor hat um die Ruine einer uralten Kapelle herum ein Haus entworfen, das seine Besucher in meditative Ruhe versetzt. Alles ist hier überzeitlich. Statt vieler Kunstwerke auf wenig Raum, wie es der neue Trend der Best-of-Art-Shows diktiert, sind wenige Werke in großen Räumen verteilt. Und dies, fast wie auf den Gemälden von Raffael, in vollkommener Harmonie: Architektur, Kunstwerke, selbst der Ausblick sind wunderbar. Zwischen Mittelalter und Andy Warhol ist auch zeitlich der Raum weit. Wer den grandiosen Bau verlässt, steht mitten im quirligen Zentrum der Stadt. So ähnlich muss sich die Vertreibung aus dem Paradies angefühlt haben.

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12. November 2007 | Bert Brückmann | 22:25

Forschung hautnah – die Nacht der Wissenschaft in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen

Nacht der Wissenschaft

Bildquelle: Bert Brückmann

Am vergangenen Samstag haben die Städte Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen zum ersten Mal gemeinsam eine “Nacht der Wissenschaft” ausgerichtet. Wie das bundesweit etablierte Konzept der Museumsnächte, hatten an diesem Abend Universitäten, Hochschulen, Institute sowie viele Unternehmen in den drei Städten ihre Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet.

Normalerweise bin ich kein Fan solcher “Nächte der offenen Tür”. Die Programme sind oft uferlos und der Versuch, es inhaltlich jedem Recht zu machen, endet nach meinem Geschmack immer wieder im Gegenteil. Davon abgesehen lässt ab 21:00 mein Interesse an einer Auseinandersetzung mit komplizierten Dingen rapide nach…

Doch diese Nacht war eine tolle Überraschung. Himmel und Menschen strömten durch viele der Forschungsstätten und sehr engagierte Wissenschaftler zeigten, wie faszinierend Wissenschaft sein kann. Das Programm war natürlich nicht zu bewältigen an einem Abend. Aber egal, einfach losgehen, schauen, Vorträge anhören, mit Wissenschaftlern diskutieren, von deren Fachgebiet ich noch nie etwas gehört hatte. Nach drei Stunden hätte ich mich bedenkenlos sofort wieder für vier oder fünf Fächer an der Uni einschreiben können. Das Fieber der Neugier war wieder da.

Worauf will ich hinaus? Wenn man junge Menschen für Wissenschaft begeistern und der breiten Öffentlichkeit gegenüber rechtfertigen möchte, wofür Forschungsgelder ausgegeben werden, dann kann ich solche Events nur empfehlen! Wissenschaft hautnah erlebbar machen und das direkte Gespräch ermöglichen. Dann klappt es auch mit dem akademischen Nachwuchs;-)

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