Kultur & Gesellschaft
Kairopolis – Drei Streifzüge durch eine explodierende Stadt
1. Juni 2008 – 14:00 | Autor: Marcel Raabe | Typ: Berichte
Man darf sich nicht zum Sklaven des Autos machen
1. Juni 2008 – 10:55 | Autor: Birgit Milius | Typ: Berichte
Gewalttätige Übergriffe in der Öffentlichkeit: Alle schauen hin, doch keiner hilft.
Sie sind schnell, sie sind vernetzt, sie sind schlagkräftig. Eine neue Generation von Scientology-Gegnern bekämpft die Glaubensgemeinschaft aus dem Internet heraus. Ihr großer Vorteil: Sie sind ein Smart Mob – eine hoch technisierte Menschenmasse.
Individualismus gilt in unserer Gesellschaft als hohes Gut. Kaum einer wird zugeben wollen, sich fremdbestimmt durch Zeit und Raum zu bewegen. Und doch: Freier Wille ist eine Illusion. Jedenfalls öfter als man denkt!
Ingenieure werden überall gesucht und allem Anschein nach gut bezahlt. Da sich Neu-Studierende eigentlich nie um die Plätze an den technischen Fakultäten prügeln, sind sie offenbar zu dumm, ihre Chance zu erkennen und zu faul, das harte Studium auf sich zu nehmen. Oder steckt doch mehr hinter der Ing.-Schmähung deutscher Hochschüler?
Der als Kommunist bekannte Schriftsteller Dietmar Dath hat eine Streitschrift verfasst. Die Argumente in ‚Maschinenwinter’ bauen mehr auf bürgerlichen Idealen als auf linken Parolen. Viel Nach- und Weiterdenkenswertes bietet Daths sozialistisches Programm dem, der sich traut den Schutz von Denkschubladen zu verlassen.
Während europäische Städte derzeit von teilweise dramatischen Schrumpfungsprozessen gekennzeichnet sind, gehört Kairo zu den explodierenden Metropolen der Welt. Welche Folgen hat das für die Stadtstruktur?
Barcelona baut seinen hässlichen Hinterhof um: In der Altstadt wird das Viertel El Raval mit neuen Museen, Kulturstätten und Universitäten versehen. Das Ergebnis kann sich städtebaulich wie architektonisch sehen lassen. Doch der Stadtteil droht sozial zu zerreißen.
Die kapitalistische Megastadt als naturverschlingendes Konsumungeheuer. Zwei venezolanische Künstler aus Caracas zeigen ihre Sicht auf das Stadtinferno der Gegenwart. Ein Videobeitrag zum sciencegarden-Schreibwettbewerb.
Ein Interview mit Professor Manfred Wermuth von der TU Braunschweig zur Stadt und zum Stadtverkehr der Zukunft.
Nastasja Keller malt für sciencegarden Comics. Aus Anlass des Schreibwettbewerbs ist sie in die Stadt der Zukunft gereist – aber nicht angekommen. Ist die Angst vor schwarzen Löchern aus der Schweiz etwa doch nicht unbegründet…?
Guter Journalismus ist Mangelware. Gerade in Zeiten informeller Überflutung sind gewissenhafte Redakteure und gut ausgebildete Journalisten vonnöten. Die von Gabriel García Márquez ins Leben gerufene Stiftung Nuevo Periodismo versucht jenseits des Atlantiks journalistische Tugenden zu rehabilitieren und jungen Reportern das nötige Rüstzeug für steiniges Terrain auf den Weg zu geben.
Die weltberühmte Dramatikerin Yasmina Reza hat ein wenig schmeichelhaftes Porträt des französischen Präsidenten verfasst – und damit nicht nur einen ganz besonderen Politikertyp, sondern den Allerweltscharakter des 21. Jahrhunderts beschrieben.
Der Meiner-Verlag gibt Hegels Hauptwerke im Schuber zu einem Schnäppchenpreis ab – ein Grund mehr, die Werbetrommel für den Weltgeist zu rühren.
Julia Friedrichs hat eine Reportage über Deutschlands Eliten wie einen Road Movie geschrieben. Allerdings reist sie mit der Bundesbahn und trifft auf keine einsamen Tankstellen, sondern Kindergärten, Internatsschulen und Privatuniversitäten, in der die vermeintlichen oder tatsächlichen Eliten erzogen werden.