Fundstücke
Eine schrecklich traurige Familie
11. September 2009 – 16:00 | Autor: Christian Dries | Typ: Fundstücke
Auf den Spuren der Schwärmerei
1. August 2008 – 20:00 | Autor: Eva Heidenfelder | Jenny Sterzing | Verena Berghof | Typ: Fundstücke
Der britische Musikwissenschaftler Alexander Waugh hat eine Biographie des Pianisten Paul Wittgenstein geschrieben, die sich als psychiatrische Familienakte geriert und darüber hinaus nur wenig Neues zu vermelden weiß.
Alle Menschen haben eine Weltanschauung – aber welche? Der „Philomat“, ein Weltanschauungsermittlungsapparat in Buchform, hilft uns, das herauszukriegen. Spielerisch und anspruchsvoll zugleich gibt er dem eigenen Denken einen Namen und führt in die Philosophie ein, ohne sich anzubiedern.
Wer etwas auf Benimm hält, beruft sich gern auf den Freiherrn Knigge. Wenn also ein Campus-Knigge erscheint, dann scheint es wohl um Benimm-Regeln für den Campus, sprich die universitäre Welt zu gehen, oder etwas nicht? „Jein“, lautet die Antwort.
Immanuel Kant ist auch 275 Jahre nach seiner Geburt so aktuell wie eh und je. Allerdings ist der Königsberger Meisterdenker nicht ganz einfach zu verstehen. Wie also mit der Kant-Lektüre beginnen? Und mit welcher Ausgabe? sciencegarden hat die Vor- und Nachteile von vier maßgeblichen Kant-Editionen getestet und mit namhaften Experten gesprochen.
Kaum etwas prägt unsere moderne Gesellschaft so stark wie der Glaube, dass individuelle Leistung den Erfolg bestimmt. In seinem jetzt auf Deutsch erschienen Bestseller Überflieger dekonstruiert Malcolm Gladwell diesen Mythos, indem er außergewöhnliche Erfolge unter die Lupe nimmt.
Richard David Precht hat einen massenmedial gehypten Bestseller geschrieben, der seit über einem Jahr die Philosophie desavouiert. Er verwurstet reißerische Denkerporträts mit Hirnforschung und wettert gegen Uni-Seminare. Ob sich so das Denken lernen lässt? Eine kleine Nachkritik.
Besonders für die Geisteswissenschaften ist diese Frage in Zeiten von Exzellenzoffensiven und grassierender Evaluitis von vitaler Bedeutung. Unter reißerischem Titel versammelt der Campus-Verlag namhafte Autoren – die jenseits von Qualitätsnormen und Akkreditierungsmechanistik Grundlegendes zu sagen wissen.
Die Berliner Künstlerin Nastasja Keller malt Comics und macht – laut eigener Aussage – “seltsame Filme”. Wir zeigen einen davon: Über Professor Lysenbeck und den Brachinus explodens…
Die Autobiographie des 1994 verstorbenen Wissenschaftstheoretikers Paul Feyerabend ist ein akademischer Schelmenroman allererster Güte und eine Inspirationsquelle für angehende Akademiker, die fröhliche Wissenschaft betreiben wollen, sich aber nicht recht trauen.
Die Motivation ist im Keller, alltägliche Verrichtungen fallen schwer, von den Großprojekten des Lebens ganz zu schweigen. Unter denen, die versprechen, uns ein für allemal aus der Lethargie zu ziehen, sind zahlreiche Extremsportler. Doch taugen die Erzählungen von tausend und einem Abenteuer gegen die Unlust von Otto Normalresignierer? Ein Testbericht aus dem Lesesessel.
Ob für einen Star, Schokolade oder Schuhe – Jeder schwärmt für jemanden oder etwas. Wir haben uns mal auf die Suche gemacht nach Schwärmern und der Herkunft der Schwärmerei.
Individualismus gilt in unserer Gesellschaft als hohes Gut. Kaum einer wird zugeben wollen, sich fremdbestimmt durch Zeit und Raum zu bewegen. Und doch: Freier Wille ist eine Illusion. Jedenfalls öfter als man denkt!
Der als Kommunist bekannte Schriftsteller Dietmar Dath hat eine Streitschrift verfasst. Die Argumente in ‚Maschinenwinter’ bauen mehr auf bürgerlichen Idealen als auf linken Parolen. Viel Nach- und Weiterdenkenswertes bietet Daths sozialistisches Programm dem, der sich traut den Schutz von Denkschubladen zu verlassen.
Der UTB-Verlag hat unter dem Titel "Profile" eine neue Einführungsreihe herausgebracht. Sciencgarden hat nachgeprüft, inwiefern sie ihrem Namen gerecht wird.