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Wie man langweilige wissenschaftliche Texte schreibt

Der Däne Kaj Sand-Jensen ist Biologe an der Universität Kopenhagen und ein humorvoller Mensch. Letzteres kann man von vielen seiner Kolleginnen und Kollegen in den Naturwissenschaften nicht behaupten.

Sie schreiben unpersönliche, unsystematische und sprachlich dürre Texte, in denen jede noch so evidente Einsicht durch fünf Referenzautoren zu Tode gesichert wird oder hilfreiche Illustrationen fehlen, weil sie die gebotene Unverständlichkeit torpedieren könnten.

Wer diese und andere Techniken des Schreibens durch und durch langweiliger wissenschaftlicher Texte nicht beherrscht, aber dringenden Nachholbedarf verspürt, sei auf Kaj Sand-Jensens Manual verwiesen – es führt den Unkundigen in 10 Schritten zur todlangweiligen Publikation. Und damit vermutlich zum Erfolg.

Kommentare

Fades Grau in Grau

Dazu passt der nicht gerade schmeichelhafte Kommentar von William James über die akademische Zunft:
James lästerte über “das fade Grau in Grau unserer kahlköpfigen PhDs, welche einander in den Seminaren langweilen, diese gräßlichen Literaturberichte in ‘Philosophical Review’ und anderswo schreiben, sich von ‘Sekundärliteratur’ ernähren und niemals ‘Ästhetik’ und ‘Erkenntnistheorie’ verwechseln.”

(Brief an George Santayana, 02. Mai 1905)

Hätte James nur Sand-Jensens lesen können …

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