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Nida-Rümelin: Bologna gescheitert!

Zu Beginn waren es vor allem die Studenten, die gegen "Bologna", das größte Umbaupprojekt der europäischen Hochschullandschaft, protestierten. Ihr Protest wurde, wie so oft, nicht gehört.

Jetzt liegt das junge Kind im Brunnen, kaum dass es die Geburtsklinik verlassen hat – und nun kommt die Kritik auch aus anderen Etagen. So erklärt heute Ex-Kulturstaatssekretär und Philosophieprofessor Julian Nida-Rümelin im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Online) den Bologna-Prozess schlicht für gescheitert. Endlich!

Bleibt nur zu hoffen, dass man auf den Trümmern der "Reform" noch einmal neu anfangen kann. Aber bitte nicht mehr à la Bolognese!

Kommentare

Endlich?

Da es hier keine Trackbackfunktion zu geben scheint eben als Kommentar … Die Feststellung des Scheiterns ist gar nicht so neu und wird schon länger nicht mehr nur als Unkenruf wahrgenommen. So zumindest mein Eindruck in Freiburg, aber vielleicht habe ich da eine andere Perspektive.

Korrekt, aber…

Hallo Konstantin, ja, die Freiburger – sie, und insbesondere Prof. Eßbach von den Soziologen, haben schon sehr früh und heftig gegen die "Reform" protestiert. Das stimmt. Außerhalb des gallischen Dorfs aber waren die Frequenzen der Verantwortlichen ganz auf "Bologna" eingestellt.

Insofern ist es zwar spät, aber dennoch bemerkenswert, dass nun endlich auch ein bundesweit so einflussreicher und angesehener Forscher wie Julian Nida-Rümelin sich so dezidiert zu diesem ganzen Schlamassel äußert

Ob daraus nun die zu wünschende und von vielen erhoffte Korrektur folgt, bleibt natürlich weiter fraglich. 

Viele Grüße nach Freiburg,
Christian

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