Samizdat
(Самиздат: russ. сам – selbst, издательство – Verlag), bezeichnete in der Sowjetunion, später auch in anderen sozialistischen Staaten, die Verbreitung von nicht systemkonformer Literatur auf nichtoffiziellen Kanälen (durch Handschrift, Abtippen oder Fotokopie) und das Weitergeben der so produzierten Exemplare. Samizdat gab es in nennenswertem Umfang in der Sowjetunion, Polen, der DDR, der Tschechoslowakei und Ungarn. Der Samizdat war neben privaten Lesungen oft der einzige Weg, nichtkonforme Texte einem breiteren Publikum im eigenen Land zugänglich zu machen.